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Feiertage und Feiertagsgutschrift

TimeMonkey kann für gesetzliche Feiertage automatisch eine bezahlte Feiertagsgutschrift in der Zeitauswertung berücksichtigen. Die Einstellung Feiertagsgutschrift legt fest, wie diese Gutschrift behandelt wird, wenn Mitarbeitende an einem Feiertag trotzdem arbeiten.

Die Einstellung ist vor allem für Feiertage relevant, die auf einen regulären Arbeitstag fallen. In diesem Fall entsteht normalerweise eine Stundengutschrift. Wenn an diesem Tag zusätzlich Arbeitszeit gestempelt oder anderweitig erfasst wurde, entscheidet die Einstellung, ob die Feiertagsgutschrift reduziert oder vollständig zusätzlich gezählt wird.

Wo finde ich die Einstellung?

Du findest die Einstellung in den TimeMonkey-Einstellungen im Bereich Feiertagsgutschrift.

Dort siehst du, welche Berechnungsart aktuell aktiv ist. Über das Bleistift-Icon kannst du die Einstellung ändern. Wenn du eine andere Berechnungsart auswählst, erscheint das Feld Änderungen gültig ab. Damit legst du fest, ab welchem Datum die neue Berechnungsart gelten soll.

Die Änderung wird historisiert. TimeMonkey verwendet für jede Tagesauswertung die Einstellung, die am jeweiligen Datum gültig war.

Wie erkennt TimeMonkey Feiertage?

TimeMonkey erkennt gesetzliche Feiertage anhand des Bundeslands bzw. der Region, die für den Standort des Unternehmens gilt. Diese Region stammt aus der Unternehmensadresse und wird datumsbezogen ausgewertet.

Wenn für ein Datum ein gesetzlicher Feiertag erkannt wird, erzeugt die Auswertung für diesen Tag eine bezahlte Feiertagsposition. Die Höhe dieser Feiertagsgutschrift orientiert sich an der vertraglichen bzw. geplanten Arbeitszeit des Mitarbeitenden für diesen Tag.

Prüfe deshalb in den Einstellungen, ob die Standortdaten und das Bundesland korrekt hinterlegt sind.

Option: Nur ausgefallene Zeit gutschreiben

Bei dieser Option wird die tatsächlich geleistete Arbeitszeit vollständig berücksichtigt. Die Feiertagsgutschrift wird um die geleistete Arbeitszeit reduziert.

Das Ziel ist, dass Mitarbeitende für den Feiertag mindestens die regulär geplante bzw. vertragliche Arbeitszeit erhalten. Feiertagsgutschrift und Arbeitszeit werden dabei nicht zusätzlich addiert.

Beispiel bei 8 Stunden geplanter Feiertagsgutschrift:

GearbeitetFeiertagsgutschriftErgebnis im Stundenkonto
0 h8 h8 h
3 h5 h8 h
8 h0 h8 h
10 h0 h10 h

Die Berechnung lautet sinngemäß:

Feiertagsgutschrift = max(0, geplante Feiertagsgutschrift - geleistete Arbeitszeit)
Gesamt = geleistete Arbeitszeit + Feiertagsgutschrift

Option: Feiertagsgutschrift + Arbeitszeit

Bei dieser Option werden Feiertagsgutschrift und geleistete Arbeitszeit addiert. Die Feiertagsgutschrift bleibt in voller Höhe bestehen. Zusätzlich wird die tatsächlich geleistete Arbeitszeit dem Stundenkonto gutgeschrieben.

Beispiel bei 8 Stunden geplanter Feiertagsgutschrift:

GearbeitetFeiertagsgutschriftErgebnis im Stundenkonto
0 h8 h8 h
3 h8 h11 h
8 h8 h16 h
10 h8 h18 h

Diese Option eignet sich für Unternehmen, die Arbeit an Feiertagen zusätzlich zur regulären Feiertagsgutschrift berücksichtigen möchten.

Gut zu wissen: Ist für den Mitarbeiter eine Abgeltungsregel pro Tag hinterlegt, werden die so entstehenden Überstunden nicht abgegolten — die Tagesregel zählt nur gestempelte Arbeitszeit über der vertraglichen Arbeitszeit. Bei einer Regel pro Monat fließen die Überstunden dagegen in den Monatssaldo ein. Mehr dazu unter Vertraglich abgegoltene Überstunden.

Zusammenspiel mit Arbeitszeit

Die tatsächlich geleistete Arbeitszeit wird wie gewohnt aus den Stempelzeiten berechnet. Dabei werden relevante Faktoren wie Pausen, gesetzliche Pausenlogik und Tageskorrekturen berücksichtigt.

Anschließend prüft TimeMonkey, ob für den Tag eine bezahlte Feiertagsgutschrift vorliegt. Je nach aktiver Einstellung wird diese Gutschrift dann entweder reduziert oder zusätzlich zur Arbeitszeit gezählt.

Die Arbeitszeit selbst bleibt erhalten. Die Einstellung steuert nur, wie die Feiertagsgutschrift zusätzlich zur Arbeitszeit behandelt wird.

Gültig-ab-Datum und Historie

Jede Änderung an der Einstellung wird mit einem Gültig-ab-Datum gespeichert. Dadurch können unterschiedliche Zeiträume unterschiedliche Berechnungsarten verwenden.

Beispiel:

  • Ab 01.01.2026 gilt Nur ausgefallene Zeit gutschreiben
  • Ab 01.07.2026 gilt Feiertagsgutschrift + Arbeitszeit

Dann werden Auswertungen vor dem 01.07.2026 nach der ersten Regel berechnet. Auswertungen ab dem 01.07.2026 werden nach der zweiten Regel berechnet.

In der Historie werden die Einträge nach Jahr gruppiert. Der aktuell gültige Eintrag wird hervorgehoben. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Regel ab welchem Datum verwendet wurde.

Verhalten bei Krankheit am Feiertag

Wenn ein Feiertag und eine Krankheit auf denselben Tag fallen, wird die Feiertagsgutschrift in der Tagesauswertung auf 0 gesetzt. Damit wird vermieden, dass Feiertagsgutschrift und Krankheitsbewertung für denselben Tag doppelt wirken.

Die Krankheit wird weiterhin entsprechend der hinterlegten Krankheitsbewertung berücksichtigt.